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Townhouses and more

Durch die derzeitige Renaissance der Innenstädte entsteht eine zunehmende Nachfrage nach Lebenswelten, die den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts gerecht werden. So haben viele Architekten in den letzten Jahren das ästhetische und funktionale Potential von Stadthäusern wiederentdeckt und kreativ umgedeutet. Ein Buch von Sibylle Kramer.

Monday, 05.04.2010
16:00 (Cet)

 
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Mit der Wiederentdeckung und -belebung der Innenstädte und mit steigender Nachfrage nach einem urbanen Wohnort hat auch die traditionelle Bauform des „Townhouse“ an Aktualität gewonnen. Beispiele von historischen Bürger- oder Stadthäusern, die Wohnen und Arbeiten miteinander verbanden, finden sich in London, Lübeck, Amsterdam, Florenz sowie an der Ost- und Westküste Nordamerikas.

Der Band Townhouses widmet sich der modernen Interpretation des „Stadthauses“ und stellt anhand von umfangreichem Bild- und Planmaterial sowie kurzen Projektbeschreibungen ein Kaleidoskop internationaler Projekte von Baumeistern wie Jean Nouvel, Lord Norman Foster, UNStudio oder 3XN zusammen.

Die Funktionen der historischen Vorbilder wurden übernommen, die Architektursprache hat sich dagegen gewandelt. Eine besondere Herausforderung an die Grundrissge-staltung stellt dabei die begrenzte Grundstücksfläche dar. Das Buch zeigt verschiedene Ansätze, mit dem Raum beziehungsweise dem Mangel daran umzugehen. Dabei geht der Trend im allgemeinen zur Reinterpretation und Ausweitung des Begriffes „Townhouse“. Wie auch die kleinste Baulücke architektonisch ansprechend gefüllt werden kann, beweist das japanische Architektenpaar Atelier Bow-Wow mit seiner Kombination aus Atelier und Haus. Andere Konzepte konzentrieren sich auf die (Um-)Nutzung vorhandener Gebäude. So überzeugt das Projekt Didden Village von MVRDV mit seinem außergewöhnlichen Aufbau oder die von klarer Formen- und Materialsprache geprägte Kombination von Ausstellungsfläche und Wohnung auf dem Dach eines Berliner Bunkers der Architekten aus dem Büro Realarchitektur.

Sibylle Kramer, Jahrgang 1967, studierte von 1987 bis 1994 Architektur an der Hoch-schule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Bevor sie im Jahr 2001 das Büro kramer biwer mau architekten gründete, arbeitete sie bei Gerkan, Marg & Partner u. a. als Chief Representative in Peking. Sie erlangte zahlreiche Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen.





 
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